Orchesterakademie Ski und Musik

Ski und Musik ist eine Orchesterakademie für musikbegeisterte und orchestererfahrene Laien, Musikstudierende und Musiker:innen, die im Winter gerne in den Bergen unterwegs sind.

Die nächste Orchesterakademie Ski und Musik findet vom 09.03 – 23.03.2024 in Melag in Südtirol statt. Die Anmeldung ist leider schon geschlossen. Wir freuen uns aber jetzt schon im kommenden Jahr neue Musiker:innen kennenzulernen 

Dieses Jahr spielen wir unter der Leitung von Georg Köhler und mit dem Solisten Zoltán Despond:

Dimitri Schostakowitsch – Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107 
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92 
 
Die Konzerte sind am 20.03.24, 20 Uhr im Vereinssaal Reschen und am 21.03.24, 20 Uhr im Stadtsaal Glurns

Ablauf

Auf der Orchesterakademie wechseln Ski- und Probentage ab.

An Skitagen besteht die Möglichkeit zum Skifahren/Snowboarden im schönen Skigebiet Schöneben, sowie zum LanglaufenWinterwandernSkitouren gehen und Schlittenfahren im Langtauferer Tal. Es werden verschiedene Skikurse (auch für absolute Anfänger:innen!) angeboten. Sämtliches Equipment für den Wintersport lässt sich vor Ort kostengünstig ausleihen.

An Probentagen bzw. abends an Skitagen finden die Orchester- und Satzproben statt, in denen das Programm für die abschließenden Konzerte einstudiert wird. Nebenbei bleibt auch noch Zeit für Kammermusik.

Für interessierte Teilnehmer:innen besteht die Möglichkeit, Dirigierunterricht zu erhalten und mit dem Orchester unter Anleitung zu proben.

Untergebracht sind wir in in Ferienwohnungen bzw 2- bis 4-Bett-Zimmern. Für das Frühstück werden jeden Morgen frisches Brot und frische Brötchen gebracht und das Abendessen kochen wir uns in Küchenteams selbst.

Teil der Fahrt sind außerdem Abende mit Feuerzangenbowle und ein Hüttenabend auf der Melager Alm (mit Fackellauf und evtl. mit Schlittenkutschfahrt). Probenfreie Tage können – je nach Interesse und Wetterlage – vielfältig genutzt werden: Ausflüge in die Umgebung (z. B. Kloster in Mals, Ötzi-museum in Bozen), andere Skigebiete (z.B. Ischgl, Samnaun, Nauders, etc.), Schwimmen und Saunieren im Hallenbad Graun, eine Fahrt nach Meran in den Frühling und vieles andere sind möglich.

Am Ende der Zeit geben wir zwei Sinfoniekonzerte. Eins findet im Vereinshaus in Reschen, das Andere in der Stadthalle in Glurns statt.

Kosten

Um trotz der steigenden Preise möglichst vielen die Teilnahme an Ski und Musik zu ermöglichen, gibt es drei Beitragskategorien, in die sich jede:r den eigenen finanziellen Möglichkeiten einordnen kann:

Im Teilnahmepreis sind enthalten

01

14 Übernachtungen

In 2- 3- oder 4-Bett-Zimmern in Ferienwohnungen 

02

Orchester- und Kammermusikakademie

Musikalische Betreuung und Organisation

03

Skikurse

Für absolute Anfänger:innen sowie Fortgeschrittene

04

Rahmenprogramm

Dirigierkurse, Yogastunden, Wanderungen, Skitouren u.v.m. (bei Interesse)

Lage

Ski und Musik findet jährlich in Melag statt. Der kleine Ort Melag liegt in Südtirol in dem sonnigen, windgeschützten Langtauferer Tal am Fuße der Ötztaler Alpen östlich vom Reschensee in gut 1800 m Höhe. Vom Tal fällt der Blick auf die 3850 m hohe Weißkugel.

Anfahrt

Aktivitäten

Das ruhige Langtauferer Tal bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Winterwandern und Langlaufen;das im Tal gelegene kleine Skigebiet Maseben eignet sich sehr gut für einen Einstieg ins Tourengehen und zum Schlittenfahren.

Skifahren

Die umliegenden Skigebiete (Schöneben, Haider Alm, Wattles, Nauders) sind schnee- und lawinensicher. Das nächste Skigebiet ist Schöneben am Reschensee, wo Skineulinge genauso wie versierte Fahrer:innen auf ihre Kosten kommen. Ein Skibus fährt täglich von der Unterkunft direkt zum Skigebiet Schöneben.

Freizeit

In freiem Stunden und am Abend kommen wir zusammen zum Spielen von Gesellschaftsspielen, plaudern und zum individuellen Einstudieren von Stücken in kleineren Gruppen. 

In der Mitte der zwei Wochen gibt es einen freien Samstag, welcher genutzt werden kann, um einen Ausflug nach Italien zu tätigen, sich auf Schneetouren zu wagen oder einfach zu entspannen.

Musikalische Leitung

Georg Köhler

2015-2019, 2023, 2024

Georg Köhler sorgte 2023 als Preisträger der Mahler Competition international für Aufmerksamkeit. In den Spielzeiten 2021/22 und 22/23 war er als Assistant Conductor desOrchestre National d’Île-de-France (ONDIF) in Paris tätig. 

Köhlers Talent und Einsatz resultierten in zahlreichen Konzertdirigaten mit dem Orchester, darunter Tschaikowski- und Mahler-Sinfonien, Bernsteins „Sinfonische Tänze aus Westside Story“ und Debussys „Lamer“.2022 und 2023 dirigiert Georg Köhler Orchester wie Mozarteumorchester Salzburg, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Münchner Symphoniker, Philharmonisches Orchester Gießen, Philharmonie Südwestfalen sowie Orchestre National Avignon-Provence und Orchestre de Picardie. In der vergangenen Saison kehrte Köhler zum Collegium Musicum Basel und zum Sinfonieorchester Basel zurück, wo er seit2018 regelmäßig als Dirigent von Ballettvorstellungen zu sehen ist. 

Auch als Operndirigent aktiv, debütierte Köhler unlängst an der Staatsoper Hannover, wo er eine Vorstellung von Dvoraks „Rusalka“ übernahm. In der Vergangenheit dirigierte er „I Pagliacci“ und „Madama Butterfly“ am J. K. Tyl Theater Pilzen, „Hänsel und Gretel“ am Meininger Staatstheater, „La Traviata“ und „Die Zauberflöte“ am Nordböhmischen Theater Teplice, „Die Formel“ (UA) an der Oper Bern (Bühnen Bern) und „The Turn of the Screw“ an der Opernschule Stuttgart. 

Köhler studierte Dirigieren bei Prof. Per Borin an der Musikhochschule Stuttgart und bei Prof. Johannes Schlaefli an der ZHdK, wo er „mit Auszeichnung“ abschloss. Teilnahme an Meisterkursen mit Dirigenten wie Bernard Haitink, David Zinman und Jukka-Pekka Saraste ergänzen seine Ausbildung.

Jonas Ehrler

2022

Im August 2021 war Jonas Ehrler Finalist des Herbert von Karajan Young Conductors Award 2021. Im Rahmen seines Award Concerts an den Salzburger Festspielen zeigte er ein energiegeladenes und lebendiges Dirigat mit der Camerata Salzburg.

1992 in Wettingen geboren, schloss Jonas Ehrler sein Dirigierstudium 2018 an der Zürcher Hochschule der Künste bei Johannes Schlaefli mit Auszeichnung ab und gewann direkt danach das Auswahlverfahren zum Assistenzdirigenten beim Orchestre National de Lille, dem Orchestre de Picardie sowie beim Orchestre National d’Île-de-France für die Saison 2018/19. Es folgten Debüts beim Orchestre Philharmonique Royal de Liège, dem Orchestre de Chambre de Genève und dem Ensemble Modern sowie die Teilnahme als Halbfinalist bei der 1. Siemens Hallé International Conductors Competition 2020. Während der Coronakrise wandte sich Jonas Ehrler dem lokalen Kulturschaffen zu und gründete die Neue Kurkapelle Baden – eine Wiederbelebung des traditionsreichen Kurorchesters in seiner Heimatstadt Baden (CH).

Gastdirigate führten Jonas Ehrler in der Vergangenheit zu Schulkonzerten mit dem Berner Symphonieorchester, zum St.-Christophorus-Kammerorchester Vilnius sowie zum Orchestre Quipasseparlà in Lausanne. Im Bereich der Oper dirigierte er bereits Werke wie La traviata und Eugen Onegin.

Von 2017 bis 2019 war Jonas Ehrler Stipendiat der Akademie Musiktheater heute der Deutsche Bank Stiftung; er wird unterstützt von der Willem-Mengelberg-Stiftung. Wertvolle Impulse erhielt er u. a. von Bernard Haitink, Esa-Pekka Salonen und Peter Eötvös.

Harish Shankar

2017

Im Laufe seiner bisherigen Karriere trat Harish Shankar mit der Jenaer Philharmonie, der Staatsphilharmonie Braunschweig, dem Orquesta Sinfónica de Trujillo, der Nordtschechischen Philharmonie, dem Sinfonieorchester Karlsbad, dem Vaasa Stadtorchester, dem Jyväskylä Sinfonieorchester, der Manchester Camerata und vielen anderen auf.
Er assistiert regelmäßig renommierten Dirigenten wie Sir Andrew Davis, Sir Mark Elder, Eckehard Stier, Juanjo Mena und Vasily Petrenko, u. a. beim Auckland Philharmonia Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic und dem BBC Philharmonic Orchestra.
Zu den Highlights dieser Saison zählt sein Debut mit dem Hallé Orchester Manchester, das von der Presse begeistert aufgenommen wurde. Interviews erschienen unter anderem im Classical Music Magazine und im BBC Radio 3.
Von 2013 – 2016 war er Chefdirigent des Harvestehuder Sinfonieorchester Hamburg.

Harish Shankar studierte zunächst Klavier bei Prof. Konstanze Eickhorst an der Musikhochschule Lübeck und anschließend Dirigieren bei Prof. Eiji Oue an der Musikhochschule Hannover. 2011 folgte er einer Einladung nach Peru, wo er als Chefdirigent des dortigen El-Sistema-Projekts fungierte. Diese Initiative bringt durch Musik Jugendliche verschiedener Gesellschaftsschichten zusammen. Während seiner Zeit in Peru dirigierte Harish eine Vielzahl klassischer und genreübergreifender Konzerte mit der Absicht, auf eine schnell wachsende Klassikszene im Lande einzugehen.
Zurück in Deutschland schloss er sein Studium an der renommierten Dirigierfakultät der Musikhochschule Weimar in der Klasse von Prof. Gunter Kahlert ab. Entscheidende künstlerische Impulse erhielt er in Manchester durch seinen Mentor Sir Mark Elder. Meisterkurse bei Parvo Järvi, Nicolás Pasquet, Leonid Grin und Mark Stringer runden seine Ausbildung ab.

Martin Lill

2003-2014

Der Dirigent Martin Lill, geboren in Hannover, studierte Germanistik, Geschichte und Schulmusik, bevor er das Dirigierstudium bei M. Brauß und E. Oue in Hannover aufnahm. Ergänzt wurde seine Ausbildung in Meisterkursen, u. a. bei G. A. Albrecht und Kurt Masur.

Erste dirigentische Gehversuche verbanden ihn mit dem Wolfenbütteler Sommerorchester von 2000 bis 2011. Seit 2003 ist er künstlerischer Leiter der Orchesterakademie Ski und Musik in Südtirol, wo er neben der Orchesterarbeit auch Dirigierkurse leitet. Ein Jahr später übernahm er die musikalische Leitung der Opernproduktion der Musikhochschule Hannover, mit der er in der Sendung „Junge Talente“ im Radio Kultur des NDR vorgestellt wurde. Im Jahr 2007 wählte ihn das Junge Sinfonieorchester Hannover (JSO) zu seinem ständigen Dirigenten. Seit 2008 unternimmt er mit der Agentur China Concerts regelmäßig Tourneen nach China. Im selben Jahr wählte ihn das Deutschen Juristenorchester zu seinem musikalischen Leiter. Seit Dezember 2010 ist er Dirigent der Hannoverschen Orchestervereinigung (HOV).

Im Jahr 2011 erhält Martin Lill einen Lehrauftrag für das Fach Orchesterleitung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Außerdem ist er Lehrer für Gehörbildung und Musiktheorie an der Musikschule Hildesheim.

Bilder

Eindrücke aus den letzten Jahren Ski und Musik.